Die diesjährige Herbstwanderung des Albvereins führte bei noch sommerlichen Temperaturen in den mittleren Schwarzwald. Claudia Moser hatte für die drei Wandertage ganz unterschiedliche Touren herausgesucht. An allen Tagen konnten verkürzte Strecken angeboten werden; das Angebot nahmen gerne einige Wanderer, geführt von Karl Busch, an.
Gestartet wurde mit dem dritten Teil des Renchtalsteiges, der von der Alexanderschanze auf der Schwarzwaldhochstraße in gut 20 km nach Bad Peterstal führt. Viele Natursehenswürdigkeiten lagen am Wege: Rappenschliff, Teufelskanzel und Glaswaldsee. Der Blick reichte vom Schwäbischen Wald bis zu den Vogesen.
Am zweiten Tag erkundeten die 22 Wanderer die Ortschaft Oppenau, wo das Quartier aufgeschlagen war, und wanderten bequem den Lierbach entlang und dann durch schmale Felsenpfade steil bergauf am größten naturbelassenen Wasserfall des Nordschwarzwaldes zur Klosterruine Allerheiligen. Hier fällt der Lierbach knapp 100 Meter in die Tiefe und bietet eine atemberaubende Kulisse. Die Allerheiligen-Wasserfälle sind das Tor zum Nationalpark Schwarzwald. Ein Teil der Gruppe wanderte durch urwüchsige Mischwälder zurück nach Oppenau, während die anderen sich im Kloster mit einer Schwarzwälder Kirschtorte stärkten und mit dem Bus zurückfuhren.
Der dritte Tag stand ganz im Zeichen des Genusswanderns. Über die Schwarzwaldhochstraße, vorbei am neuen Besucherzentrum, ging es nach Baiersbronn, wo der Sankenbachsteig mit seinen 13 km und 450 hm die Gruppe erwartete. Die Wandergruppe war sich einig, dass der Schwarzwald eine Wandergegend ist mit ausgezeichneter Beschilderung, abwechslungsreichen Strecken und einer grandiosen Infrastruktur, Wanderhütten und Getränkestollen, Schnapskäschterli und Wirtshäuser.












Claudia Moser, 20.09.2026